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07.07.08 09:56 Alter: 62 days
Appell des ÖRK an die internationale Gemeinschaft: Lasst die Menschen in Simbabwe nicht allein![]() Ökumenische Weltorganisationen in Genf hielten aus Anlass der "Wahl" in Simbabwe am 27. Juni eine Friedenswache vor dem europäischen Sitz der Vereinten Nationen. Foto: Peter Williams/ÖRK Nach den "äußerst zweifelhaften Wahlen" in Simbabwe am 27. Juni, hat der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) zum Schutz der Bevölkerung "gegen die wachsende und fortdauernde Gewalt", zu einer "intensiveren internationalen Beobachtung der Lage" und zur Bereitstellung humanitärer Hilfe aufgerufen. Der ÖRK warnte auch vor den möglichen Konsequenzen wirtschaftlicher Sanktionen.
Obwohl es über die aktuelle Lage in Simbabwe eine "ausführliche Debatte" gebe, betonte ÖRK-Generalsekretär Pfarrer Dr. Samuel Kobia in einer Erklärung vom 4. Juli, blieben aus religiöser Sicht einige Prinzipien unantastbar. Diese Prinzipien lauteten: "Gewalt vorbeugen, […] auf Situationen extremer menschlicher Not mit angemessenen Maßnahmen reagieren, den guten Willen stärken und Versöhnung wieder aufbauen."
"Kinder und Frauen gehören zu den ersten Leidtragenden, wenn Regierungen wirtschaftliche Sanktionen beschließen", warnte der ÖRK-Generalsekretär.
Unter Bezugnahme auf die öffentlichen Stellungnahmen von Desmond Tutu, Nelson Mandela, der Afrikanischen Union und des UN-Sicherheitsrates sagte Kobia: "Alle wollen Gerechtigkeit und Mitgefühl für diejenigen, die in einer Situation ständiger Gewalt, zunehmender Nahrungsmittelknappheit und politischer Einschüchterung gefangen sind."
Der ÖRK sei bereit, sich zusammen mit afrikanischen regionalen Kirchengremien am vorgeschlagenen Prozess der internationalen Beobachtung der aktuellen Lage im Land zu beteiligen, und "wartet auf den Tag, an dem in Simbabwe Wahlen stattfinden, die wahrhaft Achtung verdienen und als frei, fair und gerecht gelten können".
Voller Wortlaut der ÖRK-Erklärung (auf Englisch)
ÖRK-Mitgliedskirchen in Simbabwe (auf Englisch)
Siehe auch ÖRK-Feature vom 26.06.2008: Simbabwe braucht dringend Nothilfe und Wahlverschiebung, sagt junger Ökumeneführer
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