Redaktionsgruppe - Ursprung und Mandat
Auf der 9. ÖRK-Vollversammlung in Porto Alegre hatten die Mitglieder der ökumenischen Gemeinschaft ein Dokument über "Gefährdete Bevölkerungsgruppen - Erklärung zur Schutzpflicht" angenommen und empfohlen,
(h) den Zentralausschuss (zu) ersuchen, die Möglichkeit eines Studienprozesses zu erwägen, der alle Mitgliedskirchen und ökumenischen Organisationen für die Ausarbeitung einer umfassenden ökumenischen Erklärung zum Frieden mobilisiert, welche fest in einer klar formulierten Theologie wurzelt. Die Erklärung sollte sich u.a. mit folgenden Themen befassen: gerechter Frieden, Schutzpflicht, Rolle und Rechtsstatus nichtstaatlicher Kombattanten, Wertekonflikt (z. B. territoriale Integrität und Unantastbarkeit des menschlichen Lebens). Sie sollte zum Abschluss der Dekade zur Überwindung von Gewalt 2010 angenommen werden. [mehr dazu ]
Die Ökumenische Erklärung zum gerechten Frieden, die auf der Friedenskonvokation 2011 in Kingston, Jamaika, angenommen werden soll, wird einer der Höhepunkte der Dekade zur Überwindung von Gewalt (DOV) sein. In diesem Sinne wurde eine erste Redaktionsgruppe aus eminenten Theologen und Theologinnen verschiedener Konfessionen damit beauftragt, über den möglichen Wortlaut einer solchen Friedenserklärung nachzudenken.
Arbeit der Redaktionsgruppe
Als Ausgangspunkte für ihre Überlegungen dienten der Gruppe Beiträge und Berichte von den Besuchen der Lebendigen Briefe und von den Experten-Konsultationen, die bis Mitte Juli 2008 stattgefunden hatten, wie auch Eingaben von Seminaren und theologischen Fakultäten. Auf dieser Grundlage arbeitete sie einen "Ersten Entwurf einer ökumenischen Erklärung zum gerechten Frieden" aus, der übersetzt wurde, um in den vier Arbeitssprachen des ÖRK - Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch - verfügbar zu sein. Damit ist die Arbeit der ersten Redaktionsgruppe abgeschlossen. Dieser erste Entwurf ist inzwischen an die ÖRK-Mitgliedskirchen und andere ökumenische Partner verschickt worden mit der Bitte, bis Ende 2009 dazu Stellung zu nehmen.
Die DOV-Referenzgruppe hat auf ihrer Tagung im April 2009 mit der Bildung einer zweiten Redaktionsgruppe begonnen, die sich mit den eingegangenen Stellungnahmen der Kirchen zum ersten Entwurf sowie mit neuen Beiträgen von den Lebendigen Briefen, Konsultationen oder theologischen Einrichtungen befassen wird. Es wird ein/e Berater/in ernannt werden, um Vorlagen für diese zweite Redaktionsgruppe zu sammeln und vorzubereiten. Die Gruppe wird im März 2010 und in der zweiten Jahreshälfte zusammenkommen, um bis Ende 2010 ein abschließendes Dokument zur Vorlage auf der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation auszuarbeiten.
Zweite Redaktionsgruppe:
- Rev. Dr Jione HAVEA
- Prof. Dr Scott John HOLLAND
- Ms Susan JACOB
- Rev. Iselin JØRGENSEN
- Prof. Dr Assaad Elias KATTAN
- Canon Bernice Joyce NIMA
- Dr Anna Kasafi PERKINS
- Rev. Dr Konrad RAISER (moderator)
- Rev. Peter STUCKY
- Mrs Alba Luz ARRIETA CABRALES (consultant/specialist)
Das nächste Treffen der 2. Redaktionsgruppe ist vom 27. September bis zum 3. Oktober 2010 geplant. Eine endgültige Fassung des Dokuments ist zum Jahresende 2010 vorgesehen und wird dann dem ÖRK-Zentralausschuss während seiner Tagung im Februar 2011 vorgestellt. Danach wird das Dokument der Internationalen Ökumenischen Friedenskonvokation präsentiert und zur 10. ÖRK-Vollversammlung in Busan, Korea, gebracht.





